Epileptische Anfälle & idiopathische Epilepsie bei Hund und Katze

Für Tierbesitzer:innen ist es häufig ein Schock, wenn das eigene Tier plötzlich zuckt, umfällt oder kurzzeitig auf Ansprache nicht reagiert. In solchen Momenten entstehen verständlicherweise viele Fragen – insbesondere nach der Ursache bzw. ob eine Epilepsie beim Hund oder bei der Katze dahintersteckt.

Epileptische Anfälle entstehen durch eine vorübergehende, abnorme elektrische Aktivität im Großhirn. Die möglichen Ursachen sind vielfältig. Neben einer genetisch bedingten bzw. idiopathischen Epilepsie können auch Veränderungen im Großhirn, beispielsweise durch Entzündungen oder Tumorerkrankungen, epileptische Anfälle auslösen.

Darüber hinaus können auch Erkrankungen außerhalb des Gehirns, insbesondere Stoffwechselstörungen, sowie Vergiftungen zu epileptischen Anfällen führen. Daher ist eine sorgfältige Abklärung der möglichen Ursache besonders wichtig. Je nach individueller Situation können hierfür Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren wie eine MRT-Untersuchung des Gehirns oder eine Untersuchung des Liquors (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) erforderlich sein.

Mag. Pia Reffi

Diplomate ECVN, Spezialistin für Neurologie beim Klein- und Heimtier, Leitende Oberärztin der Abteilung für Neurologie

Unsere Spezialistin für Neurologie klärt die Ursache der Anfälle sorgfältig und umfassend ab. Eine gründliche neurologische Untersuchung bildet dabei die Grundlage. Gemeinsam mit den weiteren Untersuchungsergebnissen ermöglicht sie eine möglichst genaue Einordnung der Anfälle und die Auswahl einer individuell auf Ihr Tier abgestimmten Behandlung. Dabei begleiten wir Sie und Ihr Tier auch langfristig – von der Diagnosestellung über die Therapie bis hin zu regelmäßigen Verlaufskontrollen.

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Was tun während eines Anfalls?

  • Bleiben Sie ruhig und sichern Sie die Umgebung, zum Beispiel Stiegen oder Kanten.
  • Greifen Sie Ihrem Tier nicht ins Maul.
  • Achten Sie auf die Uhrzeit und wie lange der Anfall dauert.
  • Wenn möglich, filmen Sie den Anfall. Das hilft uns sehr bei der Abklärung.

Wann ist es ein Notfall?

Kommen Sie bitte sofort zu uns, wenn:

  • ein Anfall länger als fünf Minuten dauert (Status epilepticus),
  • mehrere Anfälle innerhalb von 24 Stunden auftreten (Cluster-Anfälle),
  • Ihr Tier sich zwischen den Anfällen nicht erholt und wesensverändert bleibt.

Unser Notdienst ist rund um die Uhr für Sie da! Kommen Sie bei einem akuten Notfall direkt zu uns in die Klinik. Eine telefonische Voranmeldung ist nicht erforderlich, hilft uns aber, uns bestmöglich auf Ihr Tier vorzubereiten.

Welche Symptome können bei einem epileptischen Anfall bei Hund oder Katze auftreten?

Nicht jeder Anfall ist gleich:

  • Generalisierter Anfall: Ihr Tier verliert das Bewusstsein, der ganze Körper verkrampft, die Beine machen Ruderbewegungen. Oft kommen Speicheln sowie Harn- oder Kotabsatz dazu.
  • Fokaler Anfall: Nur einzelne Körperteile zucken, etwa das Gesicht oder ein Bein.
  • Generell können vor oder nach epileptischen Anfällen Verhaltens- sowie Wesensveränderungen auftreten (z. B. reduziertes Bewusstsein, Drangwandern, ins Leere starren, Verwirrtheit, Kopf gegen die Wand pressen)

Nach einem epileptischen Anfall wirken viele Tiere einige Zeit desorientiert, unruhig oder müde.

Wie wir die Ursache abklären

Ein Anfall kann viele Ursachen haben. Deshalb gehen wir Schritt für Schritt vor:

  1. Neurologische Untersuchung und Gespräch: Ihr Video und Ihre Beobachtungen sind dabei sehr wertvoll.
  2. Blutuntersuchung: Wir schließen Stoffwechselstörungen aus, etwa von Leber, Nieren, Elektrolytverschiebungen sowie Unterzucker.
  3. Bei Bedarf eine MRT und Liquoruntersuchung: Sie zeigen, ob eine Veränderung im Gehirn vorliegt, zum Beispiel eine Entzündung, ein Tumor oder eine Fehlbildung.
  4. Behandlung: Je nach Diagnose wird die antiepileptische Therapie individuell auf Ihr Tier abgestimmt und im Verlauf angepasst, wobei wir Sie und Ihr Tier auch bei einer lebenslangen Behandlung wie bei z. B. bei der idiopathischen Epilepsie zuverlässig begleiten.
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Epilepsie & Krampfanfälle bei der Katze

Ein epileptischer Anfall bei der Katze verläuft oft anders als beim Hund und wird von Besitzer:innen im Alltag nicht immer sofort erkannt. Neben klassischen Anfällen mit Bewusstseinsverlust zeigen Katzen häufig sogenannte fokale Anfälle.

Typische Symptome eines Anfalls bei Katzen:

  • Plötzliches Muskelzucken im Gesicht oder an den Ohren
  • Exzessives Speicheln, Kauen, Vokalisation (Knurren, Pfauchen, Miauen), Aggression, große Pupillen
  • Plötzliches Rasen durch die Wohnung
  • Generalisierte epileptische Anfälle mit tonisch-klonischen (krampfartigen) Ruderbewegungen und Bewusstseinsverlust sind wie beim Hund möglich
  • Versteifung der Gliedmaßen und Umfallen

FAQs – Häufige Fragen

Die idiopathische Epilepsie ist eine Erkrankung, bei der wiederholt epileptische Anfälle auftreten, ohne dass eine konkrete Ursache im Gehirn festgestellt werden kann. Häufig spielt eine genetische Veranlagung eine Rolle.

In den meisten Fällen ist die idiopathische Epilepsie nicht heilbar, aber gut behandelbar. Ziel ist, dass Ihr Tier möglichst selten Anfälle hat und gut damit leben kann.

Häufig ja. Wie lange und in welcher Dosis, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen anhand des Verlaufs.

Nur so lässt sich erkennen, ob eine strukturelle Veränderung im Gehirn die Anfälle auslöst. Davon hängt die Behandlung ab.

Das sagen unsere Kunden

”Ich bin wirklich begeistert vom Vetklinikum! Das gesamte Team war extrem herzlich und kompetent. Man fühlt sich sofort vom ersten Moment an total gut umsorgt und alles wird klar und verständlich erklärt. Die modernen Räumlichkeiten sind ein weiterer Pluspunkt. Insgesamt war alles einfach super und professionell abgewickelt. Ich kann das Vetklinikum nur wärmstens empfehlen!

P S

”Eine sehr gute und empfehlenswerte Klinik mit kompetenten Ärzten. freundliches und geschultes Personal. Erwähnenswert die Zahnklinik,die mit Fachwissen alle Probleme löst. Ich kann diese Klink nur wärmstens weiterempfehlen

Ingrid Zwickl

”Hallo zusammen
Ein riesengroßes Dankeschön an Dr. Matthias Eberspächer-Schweda und das gesamte Team . Auch die 2 Damen an der Anmeldung waren super super nett und man(n) und ich denke auch Voodoo fühlte sich sofort gut aufgehoben .
Bin froh bei euch gewesen zu sein
Wir können auf jeden Fall nur positives berichten. Kann ich nur empfehlen !

Vielen vielen Dank
Liebe Grüße aus dem Burgenland

Thomas Mittermann

Schnell erreichbar aus dem Bezirk Mödling & Umgebung

Gemeinden wie Mödling, Perchtoldsdorf, Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf, Gießhübl, Vösendorf, Wiener Neudorf, Guntramsdorf oder Breitenfurt liegen nur wenige Minuten entfernt.

Unsere Tierklinik bietet:

  • Schnelle Anfahrt über A2, A21, S1
  • Kostenlose Parkplätze direkt vor der Klinik
  • Getrennte ruhige Wartebereiche für Hunde & Katzen
  • Optimale Versorgung für Notfälle & Wirbelsäulenprobleme

  • Anfahrt von Süden und Westen über A2 bzw. A21 auf S1, Abfahrt „Laxenburger Strasse“
  • Anfahrt von Norden und Osten über A23 bzw. A4 auf S1, Abfahrt „Laxenburger Strasse“

Es stehen mehrere Kundenparkplätze, die teilweise mit e-Ladestellen versehen sind, zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Gebiet in unmittelbarer Nähe zur Tierklinik von der neuen Parkverordnung in Wien ausgenommen. Siehe hierzu https://www.wien.gv.at/verkehr/parken/kurzparkzonen/

Anfahrt innerhalb Wiens bzw. nach Ankunft in Wien Hauptbahnhof

  • U-Bahn-Linie U1 bis Station „Alaudagasse“, Bus 67B bis Station „Josef-Prangl-Straße“
  • U-Bahn-Linie U6 bis Station „Alterlaa“, Bus 67B bis Station „Josef-Prangl-Straße“

Anfahrt aus dem südlichen Umfeld Wiens

  • Busse 200 bzw. 210 bis Station „Josef-Prangl-Straße“

Die Bushaltestelle „Josef-Prangl-Straße“ befindet sich unmittelbar vor der Klinik

Der Flughafen Wien Schwechat ist nur etwa 20 Minuten mit dem Auto entfernt. Anfahrt über S1, Abfahrt „Laxenburger Strasse“

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