Kreuzbandriss bei Hund und Katze: Symptome, Diagnose & moderne Operationsverfahren wie TPLO

Hinkt Ihr Hund plötzlich an einem Hinterbein, belastet Ihre Katze ein Bein nicht mehr richtig oder zeigt beim Sitzen ein ungewohntes Gangbild? Das können deutliche Anzeichen für einen Kreuzbandriss sein. Eine frühzeitige Abklärung schützt das Kniegelenk vor dauerhaften Folgeschäden wie schmerzhafter Arthrose. In unserer Tierklinik bieten wir spezialisierte Diagnostik und modernste Operationsverfahren wie TPLO für Hunde und Katzen.

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Dr. Georg Haider

Diplomate ECVS, Spezialist für Chirurgie, Klinikleiter, Geschäftsführer, Cat Advocate

Wie entsteht ein Kreuzbandriss bei Hund und Katze?

Das Kniegelenk von Hund und Katze wird durch zwei sich kreuzende Bänder im Inneren stabilisiert. Reißt eines dieser Bänder (meist das vordere Kreuzband), verliert das Gelenk seine Stabilität.

  • Beim Hund (Degenerativer Prozess): Anders als beim Menschen oder bei der Katze entsteht der Kreuzbandriss beim Hund meist nicht durch einen plötzlichen Unfall, sondern durch einen schleichenden Verschleiß (Degeneration) der Bandstruktur. Das Gewebe wird mit der Zeit mürbe, bis das Band selbst bei alltäglichen Bewegungen wie Laufen, Springen oder Spielen reißt oder anreißt.

  • Bei der Katze (Traumatische Ursache): Katzen erleiden einen Kreuzbandriss meist durch ein akutes Trauma – etwa nach einem Sturz aus großer Höhe, einem Sprung mit unglücklicher Landung oder einem Hängenbleiben.

Egal ob teilweiser Anriss oder vollständiger Riss: Das Knie verliert seinen Halt, was zu Schmerzen und einer Überlastung des Meniskus führt.

Symptome: Woran erkennen Sie einen Kreuzbandriss?

Die Symptome können je nach Rissausmaß (Anriss oder kompletter Durchriss) unterschiedlich stark ausgeprägt sein:

  • Plötzliche Lahmheit: Das Tier humpelt unerwartet oder zieht das Hinterbein komplett nach oben.

  • Typische „Sitzhaltung“ (Sitztest): Besonders Hunde strecken das betroffene Bein beim Sitzen auffällig seitlich ab, um das Knie nicht beugen zu müssen.

  • Schwellung & Berührungsempfindlichkeit: Das Kniegelenk ist warm, angeschwollen und reagiert empfindlich auf Druck.

  • Instabilität im Gelenk: Das Knie wirkt beim Auftreten wackelig und „weicht aus“.

  • Anlaufschmerz: Nach längeren Ruhe- oder Liegephasen fällt das Aufstehen besonders schwer und das Humpeln ist auf den ersten Schritten am stärksten zu sehen.

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei Ihrem Vierbeiner bemerken, sollten Sie möglichst zeitnah einen Tierarzt aufsuchen. Eine schnelle Behandlung verhindert Folgeverletzungen am Meniskus und verzögert die Entstehung von Arthrose.

Präzise Diagnostik in unserer Tierklinik

Tierarzt untersucht das Kniegelenk eines Hundes auf einen Kreuzbandriss im Vetklinikum.

Um einen Kreuzbandriss sicher zu diagnostizieren, führen unsere Spezialisten eine gründliche orthopädische Untersuchung durch:

  • Manuelle Stabilitätstests (Schubladentest & Tibiakompressionstest): Durch gezielte Handgriffe prüfen wir, ob sich das Schienbein gegenüber dem Oberschenkelknochen verschieben lässt.

  • Röntgenuntersuchung: Macht Ausmaß, Fehlstellungen und eventuell bestehende Arthrosen sichtbar.

  • High-End-Bildgebung (Ultraschall, CT/MRT): Bei einem teilweisen Kreuzbandriss kann die Diagnose schwieriger sein und es sind möglicherweise zusätzliche bildgebende Verfahren wie Ultraschall, eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) notwendig.

  • Gelenkspiegelung (Arthroskopie): In seltenen Fällen ermöglicht ein minimalinvasiver Blick ins Gelenk die finale Absicherung.

Behandlung: Warum die TPLO-Operation der Goldstandard ist

Beim Hund führt eine rein konservative Behandlung (Ruhe und Schmerzmittel) aufgrund der dauerhaften Knie-Instabilität fast immer zu schweren Knorpelschäden und Arthrosen. Eine chirurgische Stabilisierung ist daher die Therapie der Wahl.

In unserer Klinik setzen wir speziell bei Hunden und größeren Katzen bevorzugt auf die TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomie).

Wie funktioniert die TPLO-OP?
Bei der TPLO wird nicht das gerissene Band ersetzt, sondern die gelenkbildende Oberfläche des Unterschenkels (das Tibiaplateau) fast senkrecht zur Längsachse des Knochens ausgerichtet. Dies verhindert das Vorverlagern des Schienbeins bei Belastung, stabilisiert das Kniegelenk und führt so zu einer schnellen Linderung der Symptome.

Das Röntgen zeigt die stabile Fixierung nach der TPLO-Operation bei einem Hund

Das Röntgen zeigt die stabile Fixierung nach der TPLO-Operation bei einem Hund.

Nachsorge & Heilungsverlauf nach der Operation

Phase 1 (Woche 1–2): Schonung & Wundheilung

  • Strikte Ruhe: Kurze Spaziergänge an der kurzen Leine nur zum Lösen.

  • Wundschutz & Kühlung: Tragen eines Halskragens/Bodys, um das Belecken der Operationswunde zu verhindern. Sanftes Kühlen lindert Schwellungen.

  • Medikation: Konsequente Schmerztherapie und Entzündungshemmer.

  • Fäden ziehen: Nach ca. 10–14 Tagen bei Ihrem Haustierarzt oder bei uns.

Phase 2 (Woche 3–6): Kontrollierte Bewegung & Physiotherapie

  • Langsame Steigerung: Kurze, kontrollierte Leinenrunden auf ebenem Untergrund.

  • Start der Physiotherapie: Beginn mit sanfter Bewegungstherapie und Hydrotherapie (Unterwasserlaufband) zur Muskelerhaltung.

  • 1. Kontrollröntgen (nach ca. 6 Wochen): Überprüfung der Knochenheilung und Sitz der Implantate.

Phase 3 (Woche 7–12): Muskelaufbau & Belastung

  • Aktivitätsaufbau: Schrittweise Erweiterung der Spaziergänge und kontrolliertes Treppensteigen.

  • Intensive Reha: Gezielter Muskelaufbau durch erweiterte Physiotherapie.

  • 2. Kontrollröntgen (nach ca. 12 Wochen): Ein weiteres Röntgenbild wird angefertigt, um den Fortschritt der Heilung zu bewerten und sicherzustellen, dass die Knochen vollständig verheilt sind. Diese Untersuchung hilft auch dabei, den Zeitpunkt für die schrittweise Rückkehr zur normalen Aktivität festzulegen.

Langzeit-Betreuung & Implantatentfernung

Abhängig von den Ergebnissen der 12-Wochen-Kontrolle kann der Hund langsam zu seiner normalen Aktivität zurückkehren. Freies Laufen und Spielen ohne Leine sollten jedoch nur nach Freigabe durch den Tierarzt erlaubt werden. Gemäß den Richtlinien der AOVET, empfehlen wir, das Implantat 6 bis 12 Monate nach der Operation zu entfernen. Die endgültige Entscheidung darüber obliegt selbstverständlich dem Besitzer. Dazu beraten wir Sie gerne individuell.

Mögliche Risiken & wie wir sie minimieren

Jeder chirurgische Eingriff birgt gewisse Risiken (wie Infektionen, verzögerte Knochenheilung oder seltene späte Meniskusreizungen). Durch unsere sterilen OP-Bedingungen auf höchstem Niveau, präzise OP-Techniken und Ihre konsequente Einhaltung der Schonzeit lassen sich diese Risiken auf ein Minimum reduzieren.

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Vermuten Sie einen Kreuzbandriss bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze? Unser erfahrenes Orthopädie-Team steht Ihnen von der ersten Diagnose über die TPLO-Operation bis hin zur Physiotherapie mit Rat und Tat zur Seite.

Ich bin wirklich begeistert vom Vetklinikum! Das gesamte Team war extrem herzlich und kompetent. Man fühlt sich sofort vom ersten Moment an total gut umsorgt und alles wird klar und verständlich erklärt. Die modernen Räumlichkeiten sind ein weiterer Pluspunkt. Insgesamt war alles einfach super und professionell abgewickelt. Ich kann das Vetklinikum nur wärmstens empfehlen!

P S

Eine sehr gute und empfehlenswerte Klinik mit kompetenten Ärzten. freundliches und geschultes Personal. Erwähnenswert die Zahnklinik,die mit Fachwissen alle Probleme löst. Ich kann diese Klink nur wärmstens weiterempfehlen

Ingrid Zwickl

Hallo zusammen
Ein riesengroßes Dankeschön an Dr. Matthias Eberspächer-Schweda und das gesamte Team . Auch die 2 Damen an der Anmeldung waren super super nett und man(n) und ich denke auch Voodoo fühlte sich sofort gut aufgehoben .
Bin froh bei euch gewesen zu sein
Wir können auf jeden Fall nur positives berichten. Kann ich nur empfehlen !

Vielen vielen Dank
Liebe Grüße aus dem Burgenland

Thomas Mittermann

Schnell erreichbar aus dem Bezirk Mödling & Umgebung

Gemeinden wie Mödling, Perchtoldsdorf, Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf, Gießhübl, Vösendorf, Wiener Neudorf, Guntramsdorf oder Breitenfurt liegen nur wenige Minuten entfernt.

Unsere Tierklinik bietet:

  • Schnelle Anfahrt über A2, A21, S1
  • Kostenlose Parkplätze direkt vor der Klinik
  • Getrennte ruhige Wartebereiche für Hunde & Katzen
  • Optimale Versorgung für Notfälle & Wirbelsäulenprobleme

  • Anfahrt von Süden und Westen über A2 bzw. A21 auf S1, Abfahrt „Laxenburger Strasse“
  • Anfahrt von Norden und Osten über A23 bzw. A4 auf S1, Abfahrt „Laxenburger Strasse“

Es stehen mehrere Kundenparkplätze, die teilweise mit e-Ladestellen versehen sind, zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Gebiet in unmittelbarer Nähe zur Tierklinik von der neuen Parkverordnung in Wien ausgenommen. Siehe hierzu https://www.wien.gv.at/verkehr/parken/kurzparkzonen/

Anfahrt innerhalb Wiens bzw. nach Ankunft in Wien Hauptbahnhof

  • U-Bahn-Linie U1 bis Station „Alaudagasse“, Bus 67B bis Station „Josef-Prangl-Straße“
  • U-Bahn-Linie U6 bis Station „Alterlaa“, Bus 67B bis Station „Josef-Prangl-Straße“

Anfahrt aus dem südlichen Umfeld Wiens

  • Busse 200 bzw. 210 bis Station „Josef-Prangl-Straße“

Die Bushaltestelle „Josef-Prangl-Straße“ befindet sich unmittelbar vor der Klinik

Der Flughafen Wien Schwechat ist nur etwa 20 Minuten mit dem Auto entfernt. Anfahrt über S1, Abfahrt „Laxenburger Strasse“

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